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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Fürbitten 15.12. Nörgler Besserwisser Querulanten Mt.11.16


15.12.2017 Mt.11.16 euch passt ja gar nichts Jes.48.17

Jesus war kein Romantiker, er hat die Dinge und die Menschen nicht verklärt gesehen. Im heutigen Evangeliums-Abschnitt bringt er die Dinge ungeschönt auf den Punkt: Eigentlich kann man machen, was man will, den Leuten passt einfach nichts.  Ist man asketisch, wie Johannes der Täufer, jammern die Leute, „der ist ja nicht ganz normal“. Ist man lebensfroh wie Jesus, dann sagen dieselben Leute: „so ein Fresser und Säufer“ Wie ist das bei uns? 
Meckern wir nicht auch oft an diesem und jenem herum – nur nicht an uns selbst?
In der Lesung aus der jüdischen Bibel hören wir bei Jesaja Gottes Zusage: „Ich führe dich auf den Weg, den du gehen sollst, ich zeige dir, was für dich von Nutzen ist“
Wollen wir das überhaupt? Wissen wir nicht ohnehin meist, was für uns das Beste ist?
Bitten wir, fast am Ende dieser 2.Adventswoche, um eine Kehrt-Wendung, 
da und dort wenigsten

dass wir heraus kommen aus unserer Selbstzufriedenheit und unserer Selbstgewissheit

dass wir nicht uns selbst als das Maß der Dinge nehmen

dass wir Respekt vor anderen Meinungen und anderen Lebensentscheidungen haben

dass wir aufhören Andere in gut oder böse einzuteilen

dass wir uns nicht als moralische Richter über unsere Nachbarn aufspielen

dass wir die fixen Vorstellungen davon ablegen, WIE jemand zu sein

dass wir immer zuerst an uns selbst ändern, was uns an anderen missfällt

 Du guter Gott, hilf, dass wir unsere Nörgeleien, unsere Kritiksucht und unsere Besserwisserei

ablegen – dass wir in Dankbarkeit und Freude darüber leben, weil du uns ALLE liebst und erlöst hast, in Jesus Christus unserem Herrn Amen 

Fasten mit Samya 14.12.


Fotos Samya Hamieda Lind

Ich habe die Insel gefunden, 
den Ort 
wo das Wort, 
das Himmel und Welt 
im Leben erhält, 
aus der Höhe fällt, 
aus der Tiefe steigt. 
Himmel und Welt 
sind in mir jetzt verbunden. 
Ich habe meine Insel 
gefunden. 

Silja Walter 

Dichterin und Benediktinerin


Die sonnige Kinderstraße


Meine frühe Kindheit hat
Auf sonniger Straße getollt;
Hat nur ein Steinchen, ein Blatt
Zum Glücklichsein gewollt.

Jahre verschwelgten. Ich suche matt
Jene sonnige Straße heut,
Wieder zu lernen, wie man am Blatt,
Wie man am Steinchen sich freut.

Joachim Ringelnatz



Advent 14.12. Wasser schöpfen mit dem Sieb


Wasser schöpfen mit dem Sieb

im Advent
oft gegen jede Vernunft

Advent ist die fruchtbare Irritation des Endlichen,
um uns auf die Sensation des Un-Endlichen vorzubereiten.

Es ist end-lich Advent!

So kann es un-endlich Weihnachten werden!

Hans Eidenberger SM

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Fürbitten 14.12. keine Angst, keine Angst


14.12.2017 Jes.41.13  Fürchte dich nicht, Fürchte dich nicht,
Das heute ist wohl eine der schönsten und tröstlichsten Stellen in der hebräischen Bibel:
Beim Propheten Jesaja hörn wir heute die Zusage Gottes: Fürchte dich nicht, ich werde dir  helfen. Fürchte dich nicht du armes Würmlein...“Angeblich kommt dieses „Fürchte dich nicht“ exakt 365 mal in verschiedenen Stellen des Neuen und des Alten Testamentes vor, für jeden Tag einmal: „Fürchte dich nicht! Jedenfalls ein schöner Gedanke: wir dürfen uns eingestehen, dass es Lebenssituationen gibt, in denen wir Angst  haben – ABER, wir dürfen auch wissen: Da ist einer, der steht mir bei in meiner Angst  Bitten wir heute

Hilf uns, wenn die Angst kommt
vor dem Risiko, vor neuen Herausforderungen, vor neuen Situationen
Christus höre uns – Christus erhöre uns

Hilf uns, wenn die Angst kommt
immer wieder die Dummen zu sein,
mit unserem Engagement, mit unserem Einsatz allein dazustehen

Hilf uns, wenn die Angst kommt
es nicht allen Recht machen zu können
mit unserer Meinung in der Minderheit zu bleiben

Hilf uns, wenn die Angst kommt
nicht mehr wichtig und gefragt zu sein
immer wieder etwas zurücklassen, Vertrautes aufgeben zu müssen

Hilf uns, wenn die Angst kommt
vor dem vielen Unbekannten in uns selbst
vor allem, was uns immer wieder innerlich „wie zerreißt“

Hilf uns, wenn die Angst kommt
Hilf den kranken Menschen, den Alten, den Einsamen, den Arbeitslosen, den allein gelassenen Jugendlichen, denen, die im Gefängnis sitzen, den Menschen in den Kriegs- und
Katastrophengebieten der Welt, den Hunderttausenden auf der Flucht in ein ungewisses Leben
nimm ihnen die Angst  - und hilf uns, anderen Angst zu nehmen


Du guter Gott, jeden Tag wieder geben wir unser Leben in deine Hand. Kleine und große Ängste gibt es, Du allein, weißt, was uns oft plagt. Vor allem flehen wir um Frieden und Heil für die vielen, vielen Menschen die hilflos und in großer Not sind. Rette DU, wo niemand mehr Hilfe weiß. Amen

Fasten mit Samya 13.12


Fotos Samya Hamieda Lind

Das Leben ist zu gewinnen
 oder zu verlieren.

Paul Nizon



Manchmal spricht ein Baum
durch das Fenster mir Mut zu
manchmal leuchtet ein Buch
als Stern auf meinem himmel
manchmal ein Mensch,
den ich nicht kenne,
der meine Worte erkennt.

Rose Ausländer


https://baldschonistweihnachten.jimdo.com/2017zwischendenjahren2018/13-dezember-2017/


Advent 13.12. Wasser schöpfen mit dem Sieb

im Advent
oft gegen jede Vernunft


"Auf dem Weg zum Himmel 
ist Himmel." 

Katharina von Siena

Dienstag, 12. Dezember 2017

Fürbitten 13.12 Hl.Lucia: die Hände frei haben - und Licht bringen

13.12.2017 Hl. Lucia

Die heilige Lucia ist eine historische Figur, geboren um 281 in Siracusa, gestorben am 13.Dezember 310 als Märtyrerin. Allerdings, nicht alle Erzählungen rund um Lucias Martyrium 304 nach Christus sind historisch belegt. Unter anderem soll sie vor ihrem gewaltsamen Tod christlichen Glaubensgenossen Lebensmittel in deren Verstecke gebracht haben. Damit sie beide Hände zum Tragen der Speisen frei hatte, setzte sie sich einen Lichterkranz aufs Haupt, um in der Dunkelheit den Weg zu finden. Die Legende vom Lichterkranz wird vor allem in Schweden gefeiert. Die älteste Tochter im Hause stellt die Heilige dar, trägt am Morgen des 13. ein langes weißes Kleid und hat den Kopf mit einem grünen Kranz - oft aus Preiselbeeren - geschmückt, in den eine Reihe brennender Kerzen gesteckt sind. So geht sie morgens von Zimmer zu Zimmer, ihr Licht ist Vorbote des Weihnachtslichtes. Wie Lucia sollen wohl auch wir Licht ins Dunkle bringen und die Hände frei haben -  so bitten wir

Lass unsere Hände frei sein – und segne, was wir mit ihnen arbeiten

Lass unsere Hände frei sein  – uns segne, was wir mit ihnen austeilen

Lass unsere Hände frei sein – und segne uns, wenn wir sie einander reichen

Lass unsere Hände frei sein – frei für Zärtlichkeit und einander gut tun

Lass unsere Hände frei sein –  damit wir sie auch immer wieder in den Schoss legen können

Lass unsere Hände frei sein  – und lege Du in sie hinein, was uns gut tut

Lass unsere Hände frei sein, wenn wir am Ende unseres Lebens sind – und dann nimm DU
unsere Hände in deine Hand und führe uns ins Licht


Du guter Gott, so wollen wir heute auch besonders für alle bitten, deren Patronin die heilige Lucia ist: es sind die Armen und Blinden, Prostituierte und kranke Kinder; Bauern, Glaser, Weber, Sattler, Polsterer, Schneider, Näherinnen, Elektriker, Messerschmiede, Kutscher, Schulwarte, Dienerinnen, Hausierer, Torhüter, Schreiber, Notare, Anwälte und Schriftsteller. 
Es ist eine lange Liste und das soll wohl auch sagen: behüte uns Alle guter Gott: 
im Namen Jesu Amen 

Happy Chanukka


Ab heute Abend - acht Tage lang - feiern Juden weltweit das Chanukka Fest.
Es ist ein fröhliches und familiäres Fest. In diesen Tagen werden keine Trauerreden gehalten und es wird auch nicht an ihnen gefastet.
Man feiert ein "Fest der Freiheit" - die  Erinnerung an den Sieg der Juden in den Unabhängigkeitskämpfen gegen die Seleukiden, etwa 2.200 Jahre vor unserer Zeitrechnung.
Deren König Antiochos IV (175–163 v. Chr) hatte versucht, im Land gewaltsam eine kulturelle und insbesondere religiöse Einheit herzustellen. Der Befehl an die Juden, am griechischen Opfer-Kult teilzunehmen, stieß auf breite Ablehnung und Widerstand. Viele Juden ließen sich – in der Hoffnung auf ein Weiterleben bei „ihrem“ Gott – lieber töten, als ihrer Religion abzuschwören. Schließlich kam es zum bewaffneten Widerstand, einem Guerillakrieg, den der Priester Mattatias mit seinen Söhnen anführte. Sie eroberten den Tempel zurück und Judas der Makkabäer errang letztlich einen großen Sieg über die Seleukiden. 
„Chanukka“ ist hebräisch und bedeutet „Einweihung“. Es wird die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem gefeiert, am Ende des jüdischen Aufstandes, und eine der zahlreichen Chanukka-Legenden erzählt von einem einzigen Fläschchen mit reinem Öl, das die Griechen nicht entweiht hatten und das, obwohl die Menge nur für einen Tag ausreichte, durch ein Wunder acht Tage brannte. In Erinnerung daran werden die  Chanukka-Kerzen angezündet, jeden Tag eine mehr…
Am Chanukka Leuchter sind aber meist 9 Kerzen - mit der mittleren werden die übrigen anderen
entzündet.

(Foto re Miriam Brownstone)


Bei Chanukka geht es auch um das öffentliche Bekenntnis zum Judentum, 
denn der Chanukka-Leuchter, die Chanukkia, soll so im Fenster aufgestellt werden, dass man von außen sehen kann, dass hier Juden leben. Zeitpunkt des Anzündens ist nach Einbruch der Dunkelheit. Die Lichter werden von rechts nach links aufgestellt, aber von links beginnend entzündet. Dabei werden auch Gebete gesprochen, Lieder gesungen und die Chanukka-Geschichte erzählt.

Heute abend wird beim Entzünden des Chanukka Lichts unter anderm dieses Gebet gesprochen

BARUCH ATA ADONAJ
ELOHEIJNU MELECH HA’OLAM
SCHEHECHEJANU WEKIJMANU
WEHIGI’ANU LASMAN HASE

Gelobt seist Du, Ewiger, unser G’’tt, König der Welt, der uns leben ließ und uns erhalten hat und uns diese Zeit erreichen ließ


https://www.youtube.com/watch?v=fcXj8Qt76mQ

Advent mit Samya 12.12.


Fotos Samya Hamieda Lind


Deine wirkliche Pflicht ist es,
deinen Traum zu retten.


Amedeo Modigliani


Einen Versuch wagen und dabei zu scheitern
bringt zumindest einen Gewinn an Wissen und Erfahrung.

Nichts riskieren dagegen 
einen nicht abschätzbaren Verlust auf sich nehmen –
den Verlust des Gewinns, 
den das Wagnis möglicherweise eingebracht hätte.

Chester Barnard

https://baldschonistweihnachten.jimdo.com/2017zwischendenjahren2018/12-dezember-2017/

Advent 12.12. Wasser schöpfen mit dem Sieb

im Advent
oft gegen jede Vernunft

Wer seine Wunde zeigt, 
wird geheilt.
Wer sie nicht zeigt, 
wird nicht geheilt 

Christoph Schlingensief


Montag, 11. Dezember 2017

Fürbitten 12.12. tragen und tragen lassen Mt.18.12




Es ist eine der schönsten Geschichten die Jesus als Gleichnis für den Himmel erzählt. So ist Gott für uns: wie ein Schäfer, der 100 Schafe hat und dem eines verloren geht und der diesem einen nachgeht, bis er es wieder gefunden hat. Kein Aufwand ist Gott zu groß, um uns nach zu gehen … um zu trösten, um uns heim zu holen. Aber auch wir selbst sollen wie gute Hirten sein, so bitten wir

dass wir gerade in diesen Tagen des Advents  alle Mühe auf uns nehmen, und auch schwierigen Menschen nachgehen

dass wir niemand als „hoffnungslos“ abschreiben

dass wir immer wieder einen Vorschuss an Vertrauen geben

dass wir Geduld, Geduld, Geduld haben

dass wir aber auch Geduld mit uns selbst haben,

dass auch wir uns '“finden“ und tragen lassen,wenn wir uns verrannt haben oder müde sind

dass wir nach vorne schauen können und nicht in alten Wunden wühlen

dass wir in der Gewissheit leben, dass Gott uns immer – von überall her - heimholen wird,
wenn wir es nur wollen

und hören wir nicht auf um Frieden zu bitten und um Rettung für all die Menschen, die aus der Sicherheit ihres Lebens gerissen worden sind und unsere Hilfe brauchen.


Du guter Gott, wenn du wie ein Hirte dem kleinsten verlorenen Schaf nachgehst - dann erbarme dich über alle, die in großer Not sind und rette sie. Lass aber auch uns selbst in den Mühen unseres Lebens bei dir geborgen sein und Ruhe und Sicherheit finden. So bitten wir im Namen Jesu. Amen

Fasten mit Samya 11.12

Fotos Samya Hamieda Lind

Die Zahl Pi

Bewundernswert ist die Zahl Pi
drei Komma eins vier eins.
Auch alle Folgeziffern sind nur Anfang,
fünf neun zwei, weil sie nie ein Ende findet.
Sie läßt sich nicht einfangen sechsfünf dreifünfmit einem Blick
acht neun mit einer Berechnung
sieben neun mit der Phantasie,
sogar drei zwei drei acht mit einem Scherz, das heißt Vergleich
vier sechs mit irgend etwas
zwei sechs vier drei in der Welt.
Die längste Schlange der Erde reißt nach ein paar Metern ab.
Ähnlich, zwar etwas später, tun's die Fabelschlangen.
Der Zug der Ziffern, aus denen die Zahl Pi besteht,
hält nicht am Rande des Zettels an,
er zieht sich über den Tisch hinaus, durch die Lüfte,
durch Mauern, Blätter, Vogelnester, Wolken, stracks zum Himmel,
durch alle Aufgeblasenheit und Bodenlosigkeit des Himmels.
O wie kurz, wie mauskurz ist der Kometenschweif!
Wie schwach der Strahl des Sterns, daß er sich krümmt im erstbesten Raum!
Und hier zwei dreifünfzehn dreihundert neunzehn
meine Fernsprechnummer deine Kragenweite
das Jahr eintausendneunhundertdreiundsiebzig sechster Stock
Einwohnerzahl fünfundsechzig Groschen
der Hüftumfang zwei Finger Scharade und Chiffre,
in welcher mein Nachtigallchen, flieg und sing
ebenso bitte Ruhe bewahren
oder Himmel und Erde vergehn,
nicht die Zahl Pi allerdings, oh, nein, die nicht,
sie hat noch ihre gar nicht üble fünf,
nicht beliebige acht,
nicht letzte sieben,
wenn sie, ach, wenn sie die träge Ewigkeit antreibt
zum Dauern.

Wisława Szymborska


Man sah den Wegen im Abendlicht an,

dass es Heimwege waren.

Robert Walser


https://baldschonistweihnachten.jimdo.com/2017zwischendenjahren2018/11-dezember-2017/

Sonntag, 10. Dezember 2017

Advent 11.12. Wasser schöpfen mit dem Sieb

im Advent

oft gegen jede Vernunft

"Achte gut auf diesen Tag 
denn er ist das Leben..
In ihm liegt alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins, 
die Wonne des Wachsens,die Größe der Tat, 
die Herrlichkeit der Kraft. 
Das Gestern ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision. 
Das Heute jedoch,recht gelebt,
macht jedes Gestern
zu einem Traum voller Glück
und jedes Morgen 
zu einer Vision voller Hoffnung. 
Darum achte gut auf diesen Tag."

  

Dschalal ad-Din Muhammad Rumi + 1273


zählt zu den bedeutendsten persischsprachigen Dichtern des Mittelalters 
gilt als Mitbegründer der islamischen Mystik

Advent mit Samya 10

Fotos Samya Hamieda Lind

Ob du denkst, 
du kannst es oder du kannst es nicht:
du wirst auf jeden Fall recht haben.


Henry Ford


Der Träumer

I

Es war ein Traum in meiner Seele tief.
Ich horchte auf den holden Traum:
ich schlief.
Just ging ein Glück vorüber, als ich schlief,
und wie ich träumte, hört ich nicht:
es rief.

II

Träume scheinen mir wie Orchideen. –
So wie jene sind sie bunt und reich.
Aus dem Riesenstamm der Lebenssäfte
ziehn sie just wie jene ihre Kräfte,
brüsten sich mit dem ersaugten Blute,
freuen in der flüchtigen Minute,
in der nächsten sind sie tot und bleich. –
Und wenn Welten oben leise gehen,
fühlst du’s dann nicht wie von Düften wehen?
Träume scheinen mir wie Orchideen. –

Rainer Maria Rilke





Solange du eine gute Geschichte hast und
Jemand, dem du sie erzählen kannst,
bist du noch nicht am Ende.

Fundstück

https://baldschonistweihnachten.jimdo.com/2017zwischendenjahren2018/10-dezember-2017/

Fürbitten 11.12.2017 Sagt den Verzagten: HABT MUT Jes.35.1


11.12.2017  Jes.35.1 „Sagt den Verzagten, habt Mut
                    Lk.5.17 nimm deine Bahre und geh nach Hause

„Sagt den Verzagten, habt Mut, fürchtet euch nicht“ hören wir heute beim Propheten Jesaia. „Macht eure erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Kniee wieder fest Auch das Evangelium ist eine Mutmacher-Geschichte. Freunde schleppen einen Gelähmten zu Jesus, sie tragen das Dach eines Hauses ab, um ihren Freund von oben zu Jesus abzuseilen, der von vielen Menschen belagert, die alle Hilfe suchen. Diese Männer scheuen keine Mühe, ja, solche Freunde bräuchte man! Denn sind nicht wir selbst auch oft wie gelähmt und bräuchten Hilfe von Anderen – und warten nicht oft auch andere, dass wir sie aus ihrer Starre herausholen.
Bitten wir heute

Jesus, mach uns Mut, richte uns wieder auf
wenn wir manchmal wie gelähmt sind
vor Enttäuschung, vor Resignation, vor Angst

Jesus, mach uns Mut, richte uns wieder auf
wenn wir manchmal wie gelähmt sind,
wenn uns Unrecht geschieht, wenn wir uns nicht verstanden fühlen, wenn Projekte misslingen 

Jesus, mach uns Mut, richte uns wieder auf
wenn wir manchmal wie gelähmt sind,
weil wir uns vor Entscheidungen herumdrücken und den Mund nicht aufbringen,
dort wo wir reden sollten

Jesus, mach uns Mut, richte uns wieder auf
wenn wir manchmal wie gelähmt sind,
weil uns der Ehrgeiz drückt, weil wir uns selbst nicht gut genug sind,
wenn wir uns wie gelähmt fühlen durch die Überlegenheit anderer,

Jesus, mach uns Mut, richte uns wieder auf
wenn wir manchmal wie gelähmt sind,
weil wir oft vor uns selbst erschrecken,
weil noch so viel Lieblosigkeit und Missgunst in uns ist

Jesus, mach uns Mut, richte uns wieder auf
wenn wir sehen, dass andere wie gelähmt sind in ihren Gefühlen und Sorgen –
dann lass uns die richtigen Worte finden, dann hilf uns, dass auch wir „Dächer abtragen“,
um Menschen zu dir zu bringen, wenigstens im Gebet


Jesus, mach uns Mut, richte uns wieder auf, wenn wir uns hilflos fühlen angesichts der Welt um uns. Gib uns Kraft und Mut dort anzupacken, wo wir hilfreich sein können. Mach unsere erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Kniee wieder fest. So bitten wir im Namen Jesu amen