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Mittwoch, 21. Februar 2018

Fürbitten 22.2. Kathedra Petri? Was soll das sein?



22.2.2018 Kathedra Petri
Kirche: mehr Ort der Barmherzigkeit und weniger "Lehrstuhl" 

Eigentlich geht dieses Fest auf einen heidnischen Brauch im alten Rom zurück. Im Totengedenken hat man dort zu eigenen Feiern Speisen für die Verstorbenen gebracht und für jeden Toten auch einen Sessel,einen Stuhl (cathedra) hingestellt. Die Christen haben bei diesem Totengedenken an Petrus gedacht – aber ab dem 4.Jahrhundert hat Rom diese Feier mit heidnischem Hintergrund verboten. Statt dessen hat man nun den Sessel, den „Stuhl“ des Petrus als „Lehrstuhl“ umgedeutet. Dieser „Lehrstuhl Petri, das wissen wir, hat in der Geschichte der christlichen Kirchen aber auch zu vielen Problemen geführt. Bitten wir heute

dass in den obersten Gremien der Kirchen um ehrliche Fortschritte in der Ökumene gerungen wird – an der Basis der Christen scheint ja alles viel unkomplizierter zu sein - und bitten wir um Dankbarkeit, für die Eigenheit der jeweils Anderen, von denen wir auch lernen können

bitten wir ganz besonders für Papst Franziskus, dass er seinen Reformkurs im Sinne einer Kirche der Barmherzigkeit, einer Kirche FÜR die Menschen fortsetzen kann. Der Papst selbst spricht offen von Behinderungen und absichtlichen Missverständnissen auf Seiten innerkirchlicher Kritiker 

bitten wir für die Priester in der Kirche, ihre Lebensform ist nicht einfach,
bitten wir, dass Druck und auch Vereinsamung von den Priestern genommen wird

bitten wir, dass mit Schwierigkeiten innerhalb der Kirche und auch innerhalb des Klerus
offen und ehrlich umgegangen wird,
dass vor allem auch alles getan wird, um Mißbrauch an Menschen in der Kirche zu verhindern.

bitten wir, dass kirchliche Vorschriften Menschen nicht niederdrücken, sondern ihnen Mut und Vertrauens ins Leben geben, dass die Kirche, aber auch wir alle, wie Jesus heilend und verzeihend auf Menschen zugehen, und nicht strafend und mit erhobenem Zeigefinger

bitten wir, dass es auch bei uns selbst nicht um das Hüten und Bewahren alter Vorschriften geht, sondern dass wir immer wieder den Geist Gottes in neuen Situationen und Herausforderungen erkennen und annehmen 

und bitten wir, dass wir unseren Glauben mit Freude und Liebe leben und uns in der Gemeinschaft der Kirche zu Hause fühlen


So bitten wir dich guter Gott, dass wir selbst einen guten Weg mit der Kirche gehen können und dass uns immer bewusst ist, dass wir alle eine „priesterliche Berufung“ haben, wie es im Buch der Offenbarung steht "Christus liebt uns … er hat uns die Würde von Königen gegeben und uns zu Priestern gemacht für den Dienst vor seinem Gott und Vater",
(Offb 1,5f.).

Fasten 8 in der Zärtlichkeit einander erkennen


Wir sind in unsrem Element
im Zustand der fressenden Larve

und können nur hoffen
bis in die Verpuppung zu kommen

in den durchsichtigen Kokon
in dem wir zu erkennen sind 

Eva Zeller

Dienstag, 20. Februar 2018

aufstehn - FÜR die weitere Unabhängigkeit des ORF




bitte unterschreiben

Fürbitten 21.2. UMKEHR? Aber WOHIN?



21.2.2018  Kehrt um  Jon.3.1 + Lk. 11.29 

Gott schickt einen Propheten, (der übrigens absolut keine Freude an diesem Job hat), um die Menschen in Ninive vor der Vernichtung zu warnen. Die nehmen es ernst, ihre Umkehr besänftigt Gott. Er straft die Menschen nicht. „Es reute ihn“, heißt es in der Lesung aus der jüdischen Bibel. Im Empfinden der Menschen hat sich nun das Gottesbild verändert. Man kann sich mit Gott versöhnen, wenn man sich ernsthaft ändern will.  KEHRT UM, Das ist es auch, was Jesus predigt: KEHRT UM!
So bitten wir heute

Lass uns umkehren,
das heißt aber nicht: zurückgehen, woher wir gekommen sind
lass uns erkennen, dass uns nur ein neuer Weg vorwärts bringt
dass wir nicht im Alten erstarren dürfen
dass wir uns auf Neues hinbewegen müssen.

Lass uns loslassen, was uns schon längst zur Last geworden ist.
Lass uns loslassen, was uns einengt, was uns die Freude nimmt
Lass dass wir immer besser lernen
Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden

Umkehr heißt nicht, wieder so zu werden wie man gestern schon war .
Lass uns die neuen Herausforderungen erkennen,
gerade auch in Zeiten von Krankheit und Krisen.
Lass uns unbeschwert auf alles zugehen
was uns jeder Tag und jede Begegnung bringt

Umkehr, das heißt
den Blick wieder freimachen, erkennen was gerade JETZT wichtig ist.
So lass, dass wir in diesen Tagen des Fastens nicht nur gegen etwas kämpfen
sondern dass wir uns auch wieder für etwas engagieren
Lass uns wieder etwas für eine gute Sache riskieren

Fasten darf nicht nur Einschränkung und Verzicht sein.
Im „weniger haben“ -  sollen wir das Bessere herausschmecken.
Schärfe unsere Sinne und Empfindungen und die Dankbarkeit
für das Gute und Einmalige rund um uns und in uns selbst.
Gib uns Freude in diesen Tagen

Vor allem aber: 
Lass uns umkehren, lass uns wieder Frieden finden
Überall auf dieser Erde, wo Menschen einander verfolgen, quälen und töten
aber auch in unserer kleinen Welt
dass wir Bitterkeit und Kränkungen vergessen
dass wir gütig und geduldig miteinander umgehen
Herr lass uns umkehren

Du guter Gott, so lass uns im Fasten die Freude an dir suchen.
Lass uns erkennen, dass es nicht um weniger Genuß sondern um mehr Leben geht.
Nicht um Zwang, sondern um den Gewinn von mehr Freiheit. Hilf uns dazu, so bitten wir im Namen Jesu. amen

7 Fasten ausgebrannt ? versuch's mit Liebe



"Ohne die Liebe 
ist jedes Opfer Last, 
jede Musik nur Geräusch, 
und jeder Tanz macht Mühe. "

Rumi, Das Lied der Liebe

Fürbitten 20.2. VATER UNSER


20.2. 2018 Mt.6.7 Vater unser

Macht es überhaupt Sinn zu beten? Wie viele Gebete um Frieden gibt es, und WIE sieht dennoch die Welt aus. Wie viele Gebete um Heilung gibt es, und wie wenige davon werden erhört? Jesus hat gebetet wie alle gläubigen Juden, darunter die Psalmen, die wir auch heute noch beten. Und dennoch lehrt Jesus seine Jünger ein neues Gebet. Ein Gebet, nicht mehr zum fernen Jahwe, sondern ein Gebet zu unserem Vater im Himmel. Vertrauen wir und bitten wir mit den Worten Jesu

Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt: 
hilf uns auszuhalten, dass es so vieles im Leben gibt an Ungerechtigkeit, Schmerz, Verzweiflung – – hilf uns anzunehmen, worauf wir keine Antwort finden.  
Christus höre uns....

Dein Reich komme:
hilf uns spüren, was wir gerade heute und Jetzt tun sollen -  lass uns nicht aufhören um Frieden zu beten und in unserem kleinen Alltag dein Reich der Versöhnung zu leben

dein Wille geschehe
Lass uns immer wieder JA sagen zu vielem, was wir in unserem persönlichen Leben nicht verstehen können, was uns unerträglich und sinnlos erscheint. Hilf uns, zu vertrauen und die richtigen Entscheidungen zu treffen

Gib uns heute das Brot, das wir brauchen:
hole unsere Gesellschaft heraus aus der Oberflächlichkeit und Hartherzigkeit, aus Gier und Geiz und Korruption. Lass uns selbst Menschen sein, die gerne teilen aber gib uns auch all das, was wir selbst an Zuwendung, Anerkennung und Liebe  brauchen – wie ein Stück Brot. 

und erlaß uns unsere Schulden,
hilf uns heraus aus allem, womit wir uns selbst das Leben schwermachen, vergib uns die Sünden der Trägheit und der Gleichgültigkeit
bitten wir auch, dass ehrlich um Frieden gerungen wird, um Anständigkeit in Politik und Wirtschaft

denn auch wir vergeben jedem, der in unserer Schuld steht:  
lass uns Menschen sein, die anderen das Leben leichter und erträglich machen, dass wir Gutsein und Vertrauen in unsere Familien und Gemeinschaften bringen, dass wir verzeihen können und Konflikte entschärfen

und hilf uns IN all unseren Versuchungen
bewahre uns davor mutlos zu sein, gekränkt, verbittert, nachtragend. Bewahre uns vor Neid und Eifersucht und vor jeder Lieblosigkeit. Bewahre uns vor Resignation, Pessimismus und Hoffnungslosigkeit.

um all das bitten wir mit den Worten Jesu und Tag für Tag bitten wir um Frieden,
um Hilfe für alle Menschen in Krankheit, Gefahr, in der Verfolgung und auf der Flucht.
Hilf du guter Vater .Amen

Sonntag, 18. Februar 2018

Fürbitten 19.2. WORAUF ES ANKOMMT



19.2.2018 Lev. 19.1. Worauf es ankommt Mt.25.31  hinschauen, mitfühlen, tun
ich war hungrig - habt ihr mir zu essen gegeben?

Das Lesung aus der jüdischen Bibel, aus dem Buch Levitikus und das heutige Evangelium bringen auf den Punkt, was wir schon zu Beginn der Fastenzeit gehört haben. Frommes Herumgetue gibt Gott gar nichts. Und wenn wir hundertmal auch auf unsere Keksi und auf unsere Zigaretten und das Glaserl Wein verzichten: das ist nicht das, was Jesus meint, wenn er aufzählt, WORAUF es letztlich ankommt.
Fasten das heißt: Da-sein für andere auch auf Kosten der eigenen Bequemlichkeit und der eigenen Bedürfnisse. Nehmen wir heute die Worte aus dem Buch Levitikus wörtlich:

Ihr sollt nicht stehlen, nicht täuschen und einander nicht betrügen
So bitten wir: dass wir niemand die Zeit stehlen, weil wir pedantisch und rechthaberisch sind und das die Anderen Zeit und Nerven kostet,

dass wir niemand täuschen
dass wir Konflikte offen austragen und nicht hinterrücks, dass wir über niemand schlecht sprechen

dass wir einander nicht betrügen
dass wir uns in Beruf, Familie und Freundschaften keine Vorteile auf Kosten anderer herausschlagen

ihr sollt euren Nächsten nicht ausbeuten, ihr sollt einen Tauben nicht verfluchen und einem Blinden kein Hindernis in den Weg stellen, du sollst deinen Stammesgenossen nicht verleumden, heißt es im Buch Leviticus

so bitten wir: dass wir Andere nicht über Gebühr belasten, mit Arbeit, die wir ihnen aufbürden oder aber auch mit Vorwürfen und Sorgen,

dass wir mit Menschen respektvoll umgehen und nichts von ihnen verlangen, was sie nicht
geben können, dass wir uns über niemand lustig machen und keine Behinderung ausnützen

dass wir uns an keiner Tratscherei beteiligen, dass wir Andere nicht um ihren guten Ruf bringen, dass wir im Zweifel immer das Bessere annehmen wollen

du sollst keinen Hass gegen deinen Bruder tragen, du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, - seid Heilig, wie ich eurer Gott heilig bin, so spricht Jahwe zu Moses

und so bitten wir:
dass wir wirklich verzeihen können, verzeihen und vergessen, und keine alten Schulden aufwärmen

dass wir immer besser versuchen, auf Menschen zuzugehen und sie zu verstehen, die anders leben oder denken als wir,  dass wir um eine liebevolle Gesinnung beten

ja und bitten wir auch darum, dass wir „das Heiligsein“ nicht den Heiligen überlassen, sondern uns tatsächlich selbst darum bemühen, auch heute wieder

so bitten im Namen Jesu, der uns sagt: was ihr für den Geringsten eurer Schwestern und Brüder tut, das tut ihr für mich. Hilf uns dazu, guter Gott.Amen

Fasten 6 Jeden Tag kannst du es NEU





"Und plötzlich weißt du: 
Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und
dem Zauber des Anfangs zu vertrauen." 

Meister Eckhart




"Sei du selbst die Veränderung,
die du dir wünschst für diese Welt." 

Mahatma Gandhi

Arthur am Sonntag 52 W - wie WÜSTE

Die Buchstaben lassen den Arthur nicht los.
Auch gestern, beim Opa zu Besuch,
muss der Arthur zum Fernseher laufen,
wo am Bildschirm soeben - Nachrichten werden gesendet - eine große Schlagzeilen-Leiste aufscheint.
Da, da, da da, da ....Arthur zeigt auf Buchstaben, er läuft neben den großen Buchstaben auf und ab,
zeigt immer wieder hin, liest laut - ah, beim D irrt er sich aber, "das ist kein B, Arthur - das ist ein D," ruft die Mama
vom Esstisch aus.
"D D D" wiederholt der Arthur, na vielleicht beim nächsten Mal "trifft"er auch gleich das D.
(D ist das, mit nur einer Backe oder sagen wir: D hat den großen Bauch...schau ...  soo ein großer Bauch, wird ihm die Moa morgen sagen)

und da schau her (sagt sie jetzt):
vom W handelt heute die Geschichte im Sonntagsbuch
der Moa. Von der WÜSTE wird da erzählt.
Ja, das ist eine Gegend, ganz anders als alles, was
der Arthur bis jetzt kennen gelernt hat.
Auch die Moa kennt nur Bilder und Geschichten von
der Wüste. Wie schwer es für Menschen ist, in der Wüste zu leben und zu überleben - ohne Hilfsmittel
Wie tüchtig die Kamele und Dromedare sind, die in ihren Höckern genug Fett speichern für Zeiten ohne Nahrung (angeblich mehrere Monate!) und die auch Hitze und Kälte gelassen aushalten
Extremwetter in der Wüste ....
Wer durch die Wüste will, muss sich gut vorbereiten, muss wissen, was er mitnehmen muss.
Sich in der Wüste orientieren ist gar nicht leicht und
zu wissen, wo eine Oase ist, das ist überlebens-
wichtig.
Warum aber sollte sich der Arthur für die Wüste interessieren? Also, erstens interessiert sich der
Arthur eh für alles - und zweitens kennt er ja selbst das, was wir im übertragenen Sinn "Wüste" nennen -
"Wüsten-Erfahrung"
Dazu muss man nämlich nicht in die Wüste. Jeder von
uns kennt Zeiten, wo das Leben so beschwerlich ist

als müsste man durch die Wüste hatschen.
Mühsame Tage gibt es, mühsame Stunden.
Keine Oase am Horizont, nix zum Verschnaufen.
Selbst der Arthur kennt das.
Was wir so als unsere "Alltags-Wüste" kennen,
das hat beim Arthur halt einen anderen Namen.
Also "Kinderarzt" zum Beispiel ist so ein
Wort, eine "Wüste", durch die sich der Arthur nur zu gerne, den Weg ersparen würde. J
MUSS DAS SEIN?
Kann man sich das nicht ersparen?

Warum gibt es Zeiten und Situationen im Leben, die sooo mühsam sind?
Ja, manchmal möchte man
am liebsten "durchdrehen"
Die Welt funktioniert nicht nach Strich und Faden wie man will - auch darunter leidet Arthur bisweilen:  (in den Büchern nennt man das Trotzphase)
Da tobt er und schreit er, wirft sich auf den
Boden, führt sich auf wie ein Verrückter und Verdurstender in der Wüste: alles hoffnungslos, alles hoffnungslos.
Ich bekomme nicht, was ich will
Was, die Moa nimmt das Handtuch vom Halter um mir die Hände abzuwischen:
na hallo, das mache ich doch immer selbst .... Zorn Wut Zorn Wut

Was das mit "Wüste" zu tun hat?
Doch, meint die Moa, der kleine Zorn vom kleinen Arthur ist ja auch ein verzweifelter Zorn, da sieht er
vor lauter Sand den Horizont nicht mehr
Da ist es, als wäre er in einem Sandsturm (seiner
kleinen Seele) wo er nicht mehr erkennen kann,
wie er da selbst jetzt wieder aus allen Turbulenzen
heraus kommen kann.
Und ist das nicht immer wieder auch das Problem von uns allen. So tief in der Wüste glaubt man oft zu stecken, Situationen gibt es, da scheint man keinen Ausweg zu sehen weit und breit,  Gedanken werden wirr, drehen sich im Kreis, orientierungslos ...

"Wüsten-Erfahrung"
Machen wir es den Kamelen nach!!
In guten Zeiten alles speichern, was der Seele
gut tut - alle Erfahrungen speichern, die uns zeigen, dass es immer wieder weiter geht, gut weitergeht
In jedem Höcker genug Reserven mitnehmen
- dann hält man auch die Wüste aus
und nicht vergessen:
"Humor und Geduld 
sind Kamele,
mit denen wir durch jede Wüste kommen." 
(Phil Bosmans

Ja,das sagt die Moa auch dem Arthur, wenn ihn wieder der Zorn überkommt
                                                                   .....Bussi, Bussi .... 













Fasten 5 Fasten heißt auch: Pause machen



Auch die Pause gehört zur Musik  

Stefan Zweig

Samstag, 17. Februar 2018

Fürbitten 1.Fastensonntag ....den Regenbogen sehen


18.2.2018  1.Fastensonntag
Gen.9,8 nach der Sintflut der Regenbogen, Gottes Bund mit den Menschen
Mk.1.12 der Geist trieb Jesus in die Wüste

Was sind die Versprechungen Gottes wert, könnten wir heute nach der 1.Lesung fragen. 
„NIE MEHR WIEDER“ sagt Gott im Buch Genesis zu Noah, „nie mehr wieder“,
wird das Wasser zur Flut werden und Menschen vernichten. Der Regenbogen soll ein Zeichen dafür sein, dass Gott an sein Versprechen denkt. Was aber ist mit den Tsunamis, die wir erlebt haben, mit Erdbeben, Wirbelstürmen und anderen Naturkatastrophen? 
Was ist mit allem Leid und Elend in der Welt, den sozialen Ungerechtigkeiten? Ist Gott schwächer als das Böse oder will er unser Leid? 
Vielleicht waren auch das Fragen, die Jesus in den 40 Tagen der Wüste gequält haben. 
Davon erzählt heute das Markus Evangelium. Aber das lange Ringen Jesu in der Wüste endet in der Gewissheit:  Das Reich Gotts ist nahe. Bekehrt euch, glaubt! Bitten wir heute – 
nach jedem Gedanken einfach ein kurzes Schweigen

Um den Mut bitten wir,
dass wir auch hinter allem Unbegreiflichem und allem Leid immer wieder den
Regenbogen des Vertrauens und der Hoffnung sehen

Um den Mut bitten wir,  
dass auch wir uns immer wieder der Wüste aussetzen, auch all unseren zwiespältigen Gedanken, unseren Glaubenszweifeln und oft auch der Mutlosigkeit

Um den Mut bitten wir,
dass wir es aushalten, wenn es auf viele „WARUM“ Fragen noch keine Antwort gibt

Um den Mut bitten wir,
dass wir Traurigkeit und Schmerz auszuhalten
dass wir uns nicht allzu schnell mit billigen Tröstungen abfinden

Um den Mut bitten wir,
Suchende zu bleiben, ein Leben lang Suchende zu bleiben

um den Mut bitten wir, wie Jesus,
dass auch wir von dem sprechen, was wir selbst als Himmelreich erfahren

und so bitten wir, um den Mut, das Leben auszuhalten, wie es ist – so wie Jesus sich der Wüste ausgesetzt hat – mit all den „wilden Tieren, dem Teufel und den Engeln“

Ja, um all das bitten wir, in den vielen Ratlosigkeiten unseres Lebens. Sei du mit uns, Jesus, lass uns immer wieder den Regenbogen der Zuversicht und Freude sehen. Amen

Ach Arthur 168 ABCDEFG .....


Ja, es hat schon vor einigen Wochen begonnen.
Zuerst nimmt die Moa das nicht ernst.
Irgendwie beginnt es mit den Auto-Marken.
(im November war's - 
da hat ihm dann die Mama dieses schöne Logo gezeichnet!!)
Beim Spazieren gehen  prüft Arthur die Moa ab:
"Moa was ist das!??"
Arthur SELBST weiß es natürlich
BMW
FIAT
AUDI
MERCEDES
VW , -
wenn die Moa den Arthur aber ein bissl ärgern will,
dann fragt sie
"..und wie heißt das Auto von der Moa??"
Da macht der Arthur eine wegwerfende Bewegung,
haha, das merkt er sich nicht
ein "MITSUBISHI" ist das, ein ganz kleiner, zu klein, für den Aufmerksamkeitspegel vom Arthur

Also vielleicht hat es mit den Automarken begonnen
oder vielleicht noch etwas früher mit den verschiedenen Logos:

DM, SPAR, BILLA
Plötzlich beginnt der Arthur jedenfalls
nach den Buchstaben zu fragen
"Moa, WO IST DAS B"
"Moa, wo ist V?"
Moa, ist das W?"
"Moa wo ist A?"
"SPAR" Geschäft sagt der Arthur
"Wo ist A bei Spar?"
ja so fängt es an, jeden von uns löchert er -
"WIE IST A?"
Zuerst zeigen wir ihm das A in allen möglichen Worten
aber Arthur will A schreiben
 - noch führt die Moa dem Arthur die Hand
"schau: Strich hinauf, Pause, Strich hinunter Pause - dann Querstrich" - mit höchster Konzentration lässt sich Arthur
die Hand führen
immer wieder wiederholt er todernst:
"Strich hinauf - Strich hinunter - Querstrich"
Er, das Springinckerl, das meist nur durch die Gegend saust
auf seinem Trampolin Polster hüpft, immer einen Fußball
vor sich hinkickt - er, der Arthur sitzt wie "ein Einser" beim großen Tisch ...
"Jetzt B Moa, schreib B Moa" verlangt er

"Puh" sagt die Moa, "Du, B ist aber schwer zu schreiben"
"Na gut, schau : zuerst ein Strich ..."
Die Mama, die zufällig dabei sitzt, perfektioniert das
"Arthur, schau wie ein I, I kennst du ja "
Klar, I ist babyleicht....
also sagt die Moa
"Zuerst das I
und das I hat dann zwei große Backen
eine Backe - noch eine Backe"
die Moa zwickt ddabei den Arthur ein bissl in die Backe...
"Backerbse" lacht jetzt die Mama!
Arthur liebt doch die Backerbsensuppe im Kindergarten
(aber nur dort)
mit heißen roten Backen sitzt Arthur nun bei seinem
Backerbsen B - ein ums andere Mal lässt er sich die Hand führen .....
Aber das was die Moa da mit dem Arthur macht ist natürlich "Steinzeit"
Denn schon längst vorher - ist der Arthur beim Papa in der Kanzlei gesessen
und hat dort auf der Tastatur am Laptop
die Buchstaben suchen dürfen.
A B C ....
manche Buchstaben trifft er schon 100%
nach dem "Jot" fragt der Arthur:
"...und wo ist K?"
"Papa zeig, wo ist...."
"Mama zeig, wo ist ...."
Von gestern abend sieht die Moa ein Video wie Arthur wieder am Laptop,
aber nun daheim, seine Buchstaben sucht .... Pama und Mama an seiner Seite

Arthurs Backen (haha B) glühen!
Aber:
nein, von "SCHULE ist keine Rede
es geht auch nicht um LERNEN
Keiner sagt dem Arthur: "komm wir lernen dir jetzt ..."
Aus dem Arthur selbst kommen die Fragen
Der Arthur selbst drängt: Papa sag! Mama sag!
Es ist eine atemlose Freude, die die Moa da am Video
sieht - auch eine Menge Ehrgeiz spürt die Moa ...
wie ist das möglich, so ein kleines Kind!!!!
Arthur WILL, er WILL, er WILL
die kleinen Finger seiner Hände verschränkt er ineinander
und als er zuletzt auch noch
die richtige Ziffer "erwischt"
als der Arthur ohne Zögern auf die 4 tippt - nachdem
die Mama einfach nur so gefragt hat:
"na und weißt du auch wo der VIERer ist?" -
da hat sich der Arthur zu guter Letzt  selbst applaudiert!!!
nein, das ist gar nicht peinlich
nein, das ist gar nicht eitel
Arthur ist einfach nur selig - glück-selig
Alles ein Spiel
Immer aufregender wird das Leben
soo viele Fragen - und noch gibt es Antworten
Wie sehr wünschen wir alle uns nur das EINE
dass dem Arthur nie, nie die FREUDE an den Fragen
genommen wird.


"Ich würde das Letzte verkaufen, das ich habe, 
wenn es mir ein Lernen ermöglichen würde, das ich sonst nicht habe. 

Das Wichtigste ist doch, sich lernend zu verwandeln ..." 
Andre´Heller


Fasten 4 UNZUFRIEDEN ?



„Wirf das Missvergnügen über dein Wesen ab!
Verzeihe dir dein eigenes Ich“ 

Nietzsche

Freitag, 16. Februar 2018

Fürbitten 17.2. wir selbst sind die GESUND-macher



17.3.2018  Jes 58,9  Lk.5.27 das Kranke heil machen Sa  nach Aschermittwoch

 Zwei wunderbare Texte sind das heute in der Liturgie. Die Pharisäer werfen Jesus vor,
dass er Umgang mit Leuten hat, die nicht zu den Frommen im Land zählen, ganz im Gegenteil aus der Sicht der frommen Juden. Jesus aber antwortet:
Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken“….
und der Prophet Jesaia sagt über die, die sich anderen liebevoll und helfend zuwenden: „Man nennt dich den Maurer, der die Risse ausbessert, den, der die Ruinen wieder bewohnbar macht“. Letztlich erbitten wir alle Heilung von Gott und doch braucht er auch uns, um Güte und Versöhnung ins Leben zu bringen:

Bitten wir vor allem um diesen Frieden
Dass Ruinen wieder bewohnbar werden
Dass die Barbarei ein Ende findet
Dass Menschen in Syrien und im Irak und in all den
Kriegsgebieten der Welt wieder eine Zukunft vor sich sehen  

Bitten wir um Frieden in unserem eigenen kleinen Umfeld
Dass wir niemand ausgrenzen, niemand ausschließen
dass wir nicht Salz in Wunden streuen, sondern lieber verbinden und zum Heilen beitragen

dass wir Streit schlichten und nicht Streit schüren
dass wir aufhören zu urteilen, dass wir lernen mit dem Herzen zu hören

dass wir Andere nicht einengen mit unserer fixen Vorstellung von dem, was richtig und falsch ist, dass wir nicht immer besser wissen, was anderen guttut
dass wir vielmehr selbst bereit sind, von Anderen zu lernen

dass wir den Menschen, die mit uns leben, das Leben leichter machen
dass wir ihnen auch die Last der Versöhnung abnehmen und selbst den ersten Schritt tun

dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen
dass wir nicht fasten, um uns selbst etwas zu beweisen
sondern dass uns Fasten frei macht für liebevolle Zuwendung und einfaches "gut-sein"

Du guter Gott, inständig bitten wir um Frieden in der „großen Welt“, aber lass, dass wir selbst Menschen sind, die Versöhnung und Ausgleich leben. Dass wir Menschen werden, in deren Umfeld dem man gesund werden und gesund sein kann. Das bitten wir durch Jesus, der uns selbst immer wieder aufrichtet und weiter lieben lässt. Amen

Liebe Irmgard - happy happy birthday


Das Irmgard Mäderl "von damals"
hat nicht ahnen können, wie prallvoll das
Leben sein wird - in allen schönen und in allen beschwerlichen Momenten, die du liebe Irmgard
gerade auch im letzten Jahr wieder soo bravourös
gemeistert hast. Aber dem "Mäderl von damals"
sieht man an, mit wie viel Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit es durchs Leben gehen wird.
Und das tust du bis heute!!!
Dafür danken dir all deine Freundinnen und Freunde -
und alle, die von deinem unermüdlichen
Einsatz quer durch alle Lebensbereiche profitieren.
Ob du Vernissagen möglich machst, oder
für einen guten Freund einen guten Arzt findest:
Irmgard ist immer Adresse Nummer Eins
für alle, die nach Lösungen suchen.
Darum von uns allen - dankbar -:
happy happy birthday und 
"ad multos annos" !!!!!


Und weil dein Engagement unerschöpflich scheint, hat man vermutlich extra für Dich
auch noch den
Ersten österreichischen Lesetag
ins Leben gerufen (15.3.2018)
Seit vielen Jahren schon bist du eine gefragte Vor-Leserin
ob am Podium , an Krankenbetten oder in Klassenzimmern
Und so wirst du nun am 15.März
- diesmal im "Haus Mariahilf" -
dem Pensionistenwohnheim im 6. Bezirk am Loquaiplatz 5
zu hören sein.
Mit einem bunten Nachmittagsprogramm -
humorvolle Lesungen, die du selbst zusammenstellst
ein Schwerpunkt: "Tierisches"
aber auch der "HERR MAX wird nicht fehlen,
dem du selbst das Leben eingehaucht hast
zum Vergnügen deiner Zuhörer und Zuhörerinnen,
deiner Leserinnen und Leser.
Das also wollen wir heute schon verraten
an Deinem Geburtstag!
Also vormerken
Irmgard liest
15.3. nachmittag, Loquaiplatz 5 - Einzelheiten folgen
die Vor-Freude startet schon heute
ob es sich nun REIMT oder nicht .....
(Näheres siehe unten)

und ganz klar!  auch DEIN
Herr Max gratuliert!


Das Reimen

Herr Max, der so viel schon gehört
in Reimesform, ist ganz verklärt.
Es mög’ auch einmal ihm gelingen
im Reim die Wörter zu bezwingen.
Er setzt sich hin und denkt versonnen,
die Worte, ach, die woll‘n nicht kommen.
Er nimmt zur Hand ein Lexikon,
findet bei ‚R’ die Reimform schon
für seine lyrischen Ergüsse,
doch kommen keine Buchstabenflüsse.
Herr Max, der denkt jetzt insgeheim
wenigstens ein kleiner Schüttelreim,
doch nein, aus seinem Kopf, da will
kein Reim bei noch so viel
Konzentration und scharfem Denken.
Das Reimen, das lässt sich nicht lenken.
Enttäuscht kommt er halt zu dem Schluss,
nicht jeder reimend schreiben muss
und gibt sich mit dem Los zufrieden,
zu lesen, was die andern schrieben.

Irmgard Czerny